MERP – Medizinische Einsatztaktik von Rettungsdienst und Polizei
Wenn Sekunden über Leben entscheiden, braucht es Einsatzkräfte, die nicht nur nebeneinander, sondern wirklich miteinander arbeiten. Genau hier setzt das Projekt "MERP – Medizinische Einsatztaktik von Rettungsdienst und Polizei" an:
Es bringt Polizei, Rettungsdienst, Flugrettung und Katastrophenschutz enger zusammen, als es bisher möglich war. In einer Zeit, in der Einsatzlagen immer komplexer und gefährlicher werden, schafft das Projekt die Grundlage für ein gemeinsames medizinisches Verständnis, abgestimmte Abläufe und ein starkes Netzwerk über Organisationsgrenzen hinweg. Die gemeinsame Aus- und Fortbildung – realitätsnah, praxisorientiert und aufeinander abgestimmt – sorgt dafür, dass alle Beteiligten in kritischen Momenten schneller, sicherer und wirkungsvoller handeln können.
| Projektpartner |
Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern |
| Projektbeginn | 01.03.2026 |
| Projektende | 29.02.2028 |
Projektdetails
Unter der Leitung des Landeskriminalamts entsteht in Mecklenburg-Vorpommern ein Qualifizierungs- und Kooperationsprojekt, das die beteiligten Organisationen – Polizei, Rettungsdienst, Flugrettung und Katastrophenschutz – enger zusammenbringt. Herzstück des Projekts sind umfassende Aus- und Fortbildungen, die sowohl medizinische als auch taktische Aspekte vereinen.
Dabei wird bewusst realitätsnah gearbeitet: Trainingsmaterial, Notfalldarstellung und praxisorientierte Szenarien sorgen dafür, dass die Teilnehmenden die Abläufe so erleben, wie sie im Ernstfall auftreten können. Parallel dazu werden Leitlinien, Handlungsempfehlungen und verbindliche SOPs erarbeitet, die die gemeinsame Vorgehensweise präzise definieren und allen Beteiligten Orientierung bieten. Ein besonderer Mehrwert entsteht durch den intensiven Austausch der Einsatzkräfte untereinander – Führungskräfte des Rettungsdienstes, Fachleute der Flugrettung, Einheiten des Katastrophenschutzes und spezialisierte Polizeikräfte entwickeln gemeinsam ein tiefes Verständnis für die jeweiligen Rollen, Herausforderungen und Entscheidungswege.
Den Höhepunkt bildet eine gemeinsame Abschlussübung, die sich an realen Bedrohungslagen orientiert und im geschützten Rahmen zeigt, wie gut die neu geschaffenen Strukturen greifen. Die Ergebnisse dieser Übung werden fachlich ausgewertet, um Stärken sichtbar zu machen und Verbesserungspotenziale klar zu benennen. Auf diese Weise entsteht ein Lernkreislauf, der über den Projektzeitraum hinaus wirkt. Durch die enge Verzahnung der beteiligten Organisationen, die klaren Verfahren und die gemeinsame Sprache, die sich im Projektverlauf entwickelt, entsteht ein Modell, das nicht nur die Zusammenarbeit im Land stärkt, sondern perspektivisch auch als Referenz für andere Bundesländer dienen kann.
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